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Batteriespeicher statt neues Gaskraftwerk in Mainz

Greenpeace Mainz-Wiesbaden erhebt Einwendnung im Planfeststellungsverfahren gegen geplantes Gaskraftwerk in Mainz

Die Planungsunterlagen der Kraftwerke Mainz/Wiesbaden für das neue Gasmotorenkraftwerk (Werk 6) auf Mainzer Gemarkung berücksichtigt aus unserer Sicht aktuelle Erkenntnisse zur wirtschaftlichen und klimaschonenden Energiegewinnung zu wenig. So heißt es in der Einwendung von Greenpeace Mainz-Wiesbaden gegen die Planungsunterlagen. Weiter heißt es: „Unter dieser Maßgabe und angesichts der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse sollten alle Vorhaben alle Möglichkeiten der nicht fossilen Energien ausschöpfen und nicht weiter auf den Bau und den Betrieb von fossilen Kraftwerken gelegt werden. Wir müssen in Zukunftstechnologien investieren, also zum Beispiel in Großbatterien statt in veraltete Technologien.“

Greenpeace Mainz-Wiesbaden stellt im Einwendungstext neben einer Reihe fachlicher Bedenken fest: „Nach unserer Kenntnis wurden keine Alternativen zu dem Gasmotorenkraftwerk geprüft und genannt. Insbesondere wurde nicht überprüft, ob der Bau eines Großbatteriespeichers, in Kombination mit dem Ausbau regenerativer Energien statt des Baus eines Gasmotorenkraftwerks nicht erheblich effizienter, auf mittlere Sicht wirtschaftlicher und Ressourcen-schonender wäre. Großbatteriespeicher oder andere Speichertechnologien würden zudem den Zielen des Klimaschutzgesetzes und der Staatszielbestimmung des Art. 20a GG wirkungsvoller entsprechen, da es eine im Betrieb treibhausgasneutrale Option ist. Zudem würden die Klimaziele der Stadt, des Landes und der EU gewahrt.“

Neben Greenpeace Mainz-Wiesbaden habe eine Reihe weiterer Umweltorganisationen fachliche Einwendungen gegen das geplante Gaskraftwerk eingereicht, wie zum Beispiel Scientist for Future, Mainz Zero, der BUND oder die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie.

Zum Foto oben: Greenpeaceaktion gegen ein fossiles Kraftwerk in Moorburg. Copyright: Greenpeace