Kippensammelaktion
Zigarettenkippen bringen Giftsstoffe in die Nahrungskette
In der ersten Mai Woche fand eine Kippen-Sammelaktion in Mainz statt. Aktive von Mainz-Wiesbaden beteiligten sich an der Aktion und sammelten hunderte Zigarettenkippen am Rheinufer.
100 Milliarden Zigaretten werden jährlich nur in Deutschland geraucht. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) , landen bis zu zwei Drittel dieser Zigarettenkippen auf dem Boden.


Es dauert viele Jahre, bis eine Zigarette verrottet ist. Kippen verweilen in der Natur bis zu 400 Jahre. Durch Regen gelangen die in den Stummeln enthaltenen Giftstoffe in das Grundwasser. Dabei handelt es sich unter anderem um Arsen, Benzol, Formaldehyd oder Nikotin.
Über das Grundwasser gelangen die Gifte in Seen, in Flüsse und Meere. Für Wasserlebewesen sind die Auswirkungen gravierend: Sie reichen von Genmutationen über Verhaltensänderungen bis hin zum Tod. Durch die Fische gelangen manche Giftstoffe in die Nahrungskette und damit wieder zum Menschen.
