Mit Riesenbecher für die Verpackungssteuer
Aktion gegen Plastikmüll und für Verpackungssteuer in Mainz vor dem Stadttheater
Greenpeace Mainz-Wiesbaden lehnt die Verzögerung in der Debatte um die Einführung einer kommunalen Verpackungssteuer in Mainz ab. Deswegen sammelte die Gruppe am 30.09. von 15 bis 18 Uhr auf dem Gutenbergplatz mit einem riesigen Mehrwegbecher Unterschriften für die Verpackungssteuer.
In Mainz entbrannte kürzlich eine erneute Diskussion um die Einführung der Steuer. Bei der Stadtratssitzung vom 03.09.2025 wurde ein Antrag zur Verpackungssteuer in den Finanzausschuss verwiesen. Somit ist eine endgültige Entscheidung frühestens im kommenden Jahr zu erwarten.



„Wir können diese Verzögerung nicht nachvollziehen. Eine Verpackungssteuer könnte nicht nur helfen Müll zu reduzieren, sondern auch dazu beitragen das große Mainzer Haushaltsloch zu stopfen.“ sagt Birgit von Greenpeace Mainz-Wiesbaden.
Deshalb warb die Gruppe am Dienstag den 30.09. auf besondere Art und Weise für das Vorhaben. Mit einem riesigen Mehrwegbecher aus Holz und mit Plastikmüll verfremdeten Kunstwerken, sammelten Aktive der Gruppe Unterschriften für die Steuer. So hoffen sie, den Druck auf die Mainzer Stadtpolitik zu erhöhen. Eine Petition verschiedener Mainzer Umweltinitiativen haben nach der Aktion fast 1.800 Menschen unterschrieben.

„Bei der Aktion ist uns viel Zustimmung für die Verpackungssteuer entgegengebracht worden. Niemand sieht gerne vermüllte Straßen und Plätze. Tübingen hat es uns vorgemacht und in den letzten drei Jahren das Potential einer Verpackungssteuer bewiesen.“ so Alex von Greenpeace Mainz-Wiesbaden.



Zur Kritik an der Steuer sagt Runa von Greenpeace Mainz-Wiesbaden: „Zu oft tun die Kritiker so, als würden sich die Verpackungssteuer und Maßnahmen, die Anreize für Mehrweg setzen, ausschließen. Wenn wir die nachweislich wirksame Verpackungssteuer mit dem Ausbau von attraktiven Mehrwegsystemen verbinden, können wir viel erreichen und der Müllflut ein für alle Mal ein Ende setzen.“
